Radeln & Wandern im Land des Hegereiters

Spurensuche im Norden von Rothenburg o. d. Tauber

Die Geschichte

Die Freie Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber hatte im Mittelalter Landbesitz, die sogenannte "Landwehr". Zum Schutze dieses Landbesitzes, der eine Fläche von 397 km² mit 183 Ortschaften ausmachte, wurde im Norden und Westen eine 62 km lange, zum Teil noch heute sichtbare Wallanlage von Menschenhand errichtet. Im Osten bildete die bewaldete Frankenhöhe die natürliche Grenze gegen das Hinterland und Eindringlinge von außen. 


Skizze der Keltenschanze


Der Hegereiter bewachte das Land und die Grenzen. Zu diesem Zweck ritt er mehrmals täglich auf dem Hegewall, auch genannt Landhege, sein Gebiet ab. Er hob den Wegezoll für die Freie Reichsstadt Rothenburg ein und wohnte in den Landtürmen, die teilweise noch heute in den Dörfern, wie in Großharbach, zu sehen sind.



Das Profil der Wallanlage zeigt eine 3-fach parallel verlaufende Erdaufschüttung. Die beiden äußeren Wälle waren mit undurchdringlichen Sträuchern bewachsen. Der mittlere, höchste Erdwall diente als Reitweg für den Hegereiter. Dies ist auf der Thementafel am Radweg "Auf den Spuren des Hegereiters" sehr anschaulich dargestellt.